
LifeCycle Tower heißt das Forschungsprojekt, das in Wien mit einer Nominierung zum Staatspreis für Umwelt- und Energietechnologie ausgezeichnet worden ist. Die Jury prämierte damit unter 80 Einreichungen ein zukunftsweisendes Holzbauprojekt, das
Rhomberg Bau gemeinsam mit einem interdisziplinären Team bestehend aus dem Vorarlberger Architekten Hermann
Kaufmann, dem Ingenieurbüro
Arup aus Berlin, dem oberösterreichischen Holzbauunternehmen
Wiehag sowie der Technischen Universität Graz ins Leben gerufen hat. Die Nominierungsurkunde wurde an Geschäftsführer Hubert
Rhomberg und Projektleiter Michael
Zangerl von Rhomberg Bau überreicht.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Holz-Baukastensystems für mehrgeschossige Holzbauten bis zu 20 Geschossen. Der bisherige Rekord – ein Gebäude mit neun Stockwerken in London – soll damit bei weitem übertroffen werden. Der LifeCycle Tower ist ein selbständiges Produkt, das alle

Anforderungen an Brandschutz, Akustik und Tragfähigkeit erfüllt. Die wichtigsten Merkmale sind die geringeren Lebenszykluskosten, die Reduktion der Rohstoffabhängigkeit und die günstigere CO2-Bilanz. Das Holzhochhaus soll auch Energie produzieren. Das Energiedesign ist deshalb auf ein Plus-Energie-Haus ausgerichtet. Ein weiterer Vorteil ist die um 50 Prozent verringerte Bauzeit. Der LifeCycle Tower bedeutet damit eine enorme Chance für die gesamte Österreichs Holzindustrie.
Geschäftsführer Hubert Rhomberg ist überzeugt, dass sich die Realisierung des LifeCycle Tower als weltweites Leuchtturmprojekt positiv auswirkt: „Die Systembauweise macht einen globalen Einsatz mit regionalen Ressourcen möglich. Davon werden auch kleinere und mittlere Unternehmen profitieren können.“