Renexpo 2011: Hersteller präsentierten ausgereifte Technik

  • October 27, 2011
  • • Source: EP
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RenexpoThema der Messe Renexpo in Augsburg sind alljährlich die erneuerbaren Energien. Solartechnologie, Kraft-Wärme-Kopplung, zukunftsfähige Gebäude und Holzenergie bilden die Schwerpunkte. Dementsprechend bot die Veranstaltung vom 22. bis 25. September 2011 auf dem Freigelände einen Überblick über die Weiterverarbeitungskette zu Scheitholz und Hackschnitzeln.

Michael Kretzer Säge- und Spalttechnik aus Oberessendorf zeigte bewährte Technik. Mit dem Horizontalspalter „Spaltknecht 900“ mit einem Spaltdruck von 24 Tonnen und einem hydraulischen Hubgerät zur Erleichterung der Hebearbeiten können Stammabschnitte bis zu einer Länge von 115 cm gespalten werden. Dieses vorgespaltene Holz kann dann im Sägeautomat „Rotomat“ zu Brennholzstücken in Längen von 20 cm bis 50 cm verarbeitet werden. Seine Leistung von acht bis fünfzehn Raummetern pro Stunde erreicht der „Rotomat“ durch eine Sägetrommel mit fünf gleich großen Kanälen. Über diese Kanäle wird die Säge mit Holz bis 20 cm Durchmesser und 120 cm Länge beschickt. Mit seinem Fahrwerk kann der „Rotomat“ zu den Einsatzorten transportiert werden.

HeizomatDie flexiblen mobilen Trommelhackmaschinen von Heizomat aus Gunzenhausen werden über die Zapfwelle eines landwirtschaftlichen Schleppers angetrieben. Mit einem 80 PS-Motor können so pro Stunde 10 m³ Hackschnitzel erzeugt werden. Die Maschine wird von Hand beschickt und ist mit einer Einzugshöhe von 30 cm für Ast- und Strauchwerk, Abschnitte und Rundholz der entsprechenden Dimension geeignet. Maschinen dieser Größenordnung werden häufig von Forstbetriebsgemeinschaften, aber auch zur Hackschnitzelerzeugung für den privaten Bedarf eingesetzt.

Hama Hackschnitzelproduktion im großen Stil führte Georg Weiss sen. von der HAMA GmbH vor. „Der Hacker produziert 100 m³ Hackschnitzel pro Stunde und ist mit einem 250 PS-Motor bei 1600 Umdrehungen im sparsamen Bereich betrieben“, betont Weiss. Er kennt die von ihm erfundene Maschine in- und auswendig und erklärt die Finessen: „Durch die konische Form des Hack-Rotors haben die Messer 10 Grad Schräge zur Holzfaser. So können sie das Holz leichter schneiden. Das spart Energie.“ Die Größe der Hackschnitzel ist durch ein auswechselbares Sieb und entsprechende Umstellung des Rotors frei wählbar. Der Einzug des Hackers ist für langes, sperriges Astmaterial ausgelegt und wird mit Kran beschickt. Weiss hält den Markt für Großhacker mittlerweile jedoch für gesättigt. „Vor ein paar Jahren noch bildete sich bei den Vorführungen eine große Menschentraube und ich beantwortete die vielen Fragen mit Megaphon. Dieses Jahr ist hier vergleichsweise wenig los.“