RFID-Factory auf der ZOW 2009

  • January 06, 2009
  • • Source: PH Meyer
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RFID, Moebelindustrie, ZO, Bad SalzuflenBarcode war gestern, RFID ist morgen. RFID ist die Abkürzung für Radio Frequency Identification und steht für den elektronischen Datenaustausch per Funkerkennung. Mit der RFID-Technik können Produkte innerhalb kurzer Zeit überall im Unternehmen geortet werden, ohne dass man diese wie früher einzeln in die Hand nehmen müsste. Auf der ZOW in Bad Salzuflen zeigen „abaco“-Geschäftsführer Horst Koitka aus Löhne und seine Partner vom 9.-12. Februar 2009, wie RFID funktioniert. In der RFID-Factory in Halle 19 können sich ZOW-Aussteller und -Besucher vom Nutzen dieser innovativen Technik überzeugen.

Während RFID in anderen Branchen schon vielfach eingesetzt wird, ist sie für die Möbelbranche noch relativ neu. Die RFID-Factory in Bad Salzuflen ist etwa 30 Meter lang und zeichnet den Weg eines Möbelstücks durch die Supply Chain nach – vom Zulieferer über die Industrie bis zum Handel, der Transport über die Spedition inbegriffen. Dazu werden verschiedene Ladungsträger wie Paletten, Gitterboxen und Corletten eingesetzt, die mittels RFID in so genannten Gates erkannt werden müssen. Sie stellen den roten Faden dar, an dem der Besucher durch die RFID-Factory geführt wird.

Wer einmal gesehen hat, wie „ge-tag-te“ Produkte (als Tag bezeichnet man den Funkchip auf einem Produkt) in Sekundenschnelle erfasst und ausgewertet werden, lernt das System zu schätzen. „Ge-tag-te“ Produkte lassen sich lückenlos durch die Supply Chain verfolgen und fördern damit die Effektivität der Prozesse im Unternehmen. Dies betrifft die Lagerhaltung und Logistik, die Teileverfolgung und Produktionskontrolle, die Versand- und Tourenplanung, die Bereiche Garantie- und Reklamationen, Service und Instandhaltung, Entsorgung und Wiederverwertung sowie die Qualitätssicherung. Ein wichtiger Schritt ist die Einbindung der Lieferanten in das System, damit die „Enstehungsgeschichte“ eines Produktes wirklich vom Anfang bis zum Ende nachvollzogen werden kann. Momentan gilt dies noch als eines der größten Problemfelder in der Möbelindustrie.