Ligna+ 2007: Horizontalbandsäge statt Gatter?
Nach Schätzungen von Hans Fritz jr., Geschäftsführer bei Serra, wird inzwischen jedes zweite Exemplar der weinroten Bandsägen stationär betrieben. Während der oberbayerische Maschinenbauer im Freigelände
Die ausschließliche Kombinationen aus Horizontalbandsäge plus Besäumer/Nachschnittsäge schränkt Hans Fritz aber nach wie vor auf Märkte mit niedrigem Lohnniveau ein. Trotz Abkippvorrichtung für das Schnittholz seien die Anlagen personalintensiv. Serra-Paul-Kombinationen sind bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Russland im Einsatz. „In Deutschland wächst die Nachfrage von Gatter-Sägewerken, die sich zusätzlich eine Bandäge aufstellen“, verweist Fritz auf den immer größeren Anteil von Sonderdimensionen in Sägewerken bis 30.000 fm Einschnitt. Der Bau von Großsägewerken mit entsprechendem Bedarf an Massensortimenten habe den Trend zu Horizontalbandsägen in den Klein- und Mittelbetrieben beschleunigt.
Ausschließlich in der Halle präsentierte Josef Zenz die Wimmer-Säge. Der Anteil stationärer Sägen liegt inzwischen bei 70%. Einen hohen Anteil an den stationären Anlagen haben bei Zenz russische Kunden.
Nur 55.000 € aber dafür fünf Mann Besatzung – Klaus Longmuss, Wood Mizer Deutschland, lies bei der Sägenlinie SLP (small log processing) erst gar keine Zweifel über die möglichen Zielländer aufkommen. Ziel der aus fünf LT70-Sägeköpfen bestehenden Linie ist es, kurze Stammstücke weiter zu verarbeiten. Interessant ist die Anlage für Hersteller von Verpackungsholz in Osteuropa und Fernost. Bei Wood Mizer nennt man auch Plantagen in Afrika. Der Stromverbrauch der fünf Maschinen liegt nur bei 78 kW. Die gesamte Anlage kann deshalb auch in unerschlossenen Gebieten per Stromgenerator betrieben werden.Im Einzelnen besteht die Linie aus einer vertikalen Doppelbandsäge, vertikaler Einkopfsäge zum Entfernen der dritten Seite, Besäumer sowie einer horizontalen Einkopf-Nachschnittsäge (alternativ Mehrkopfsäge) zum Auftrennen des Kantholzes in Bretter.