Natürlich stand die Rundholzversorgung für kleinere und mittlere Sägewerke im Vordergrund. Die Rede des Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Rudolf Freidhager, auf dem Sägewerkskongress in Rosenheim vergangene Woche enthielt aber auch einige Informationen für Forstunternehmer.
Zum einen erteilte er der Selbstwerbung eine klare Absage. Ziel Freidhagers ist die Integration der kompletten Holzerntekette unter dem Dach der Bayerischen Staatsforst bis zum Sägewerkstor. "Ich habe Verständnis, wenn die Industrie in den Wald kommen will, für die Bayerischen Staatsforsten schließe ich es aber kategorisch aus", erteilte der BaySF-Chef indirekt auch selbstwerbenden Forstunternehmern eine Absage. Effiziente Hiebsorganisation und der Einsatz moderner Verfahren seien die Hausaufgaben, welche der Forstbetrieb erledigen müsse. "Wir wollen den Deckungsbeitrag im Holzgeschäft um 5-7 €/fm verbessern, ohne an der Preisschraube zu drehen", warb Freidhager bei den Sägern für Vertrauen.
Freidhager streckte aber den Forstunternehmern die Hand aus: "Warum schließen wir nicht über den Abschreibungszeitraum einer Maschine einen Vertrag", strebt er eine längerfristige Zusammenarbeit mit Harvester- und Forwarder-Besitzern an. Überhaupt dürfte es in Bayerns Staatswäldern künftig mehr hochmechanisierte Holzernte geben. "70% unseres Holzeinschlags erfolgt immer noch mit der Motorsäge", kritisierte der Ex-ÖBf-Mann. Harvester seien per se nicht unökologisch, sieht Freidhager noch Potenzial für die Kurzholztechnologie in Bayern. Um die Kosten bei der Holzernte zu senken, sollen auch größere Blöcke entstehen. Der Kostentreiber Umsetzkosten soll so in die Schranken gewiesen werden.
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