ÖBf-Heizkraftwerke floppen

  • July 12, 2011
  • • Source: IHB Foto: ÖBf
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Bundesforste, Holzheizkraftwerk, BimassekraftwerkNicht jedes neue Geschäftsfeld ist für die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ein Erfolg. Die gemeinsam mit dem Kärntner Energieversorger Kelag unter dem Dach der Strom und Wärme aus Holz GmbH (SWH) betriebenen 30 Holzheizwerke befinden sich in wirtschaftlicher Schieflage. Für die Werke und Nahwärmenetze suchen die ÖBf und Kelag einen Käufer. Das Interesse war bislang gering. Nun ist eine außergerichtliche Einigung in Form eines stillen Ausgleichs für 11 Werke im Alleineigentum der SWH vorgesehen ist. Laut der Tageszeitung "Der Standard" haben fünf Banken einem Forderungsverzicht von 40% zugestimmt. ÖBf und Kelag wollen ebenfalls noch einmal Geld zuschießen. Im Salzburger Land hat sich die Gemeinde Mittersill entschieden, die Anteile der SWH zu übernehmen. In weiteren Gemeinden gibt es Verhandlungen. Ebenfalls auf Käufersuche ist die Hypo Group Alpe Adria für 18 Biomasseanlagen. Für die Bank ist auch ein Rückbau der Anlagen eine Option, sollte kein Käufer gefunden werden.

Neben den gestiegenen Holzkosten gilt auch die ungenügende Wärmeabnahme als Grund für die Pleite.

Die ÖBf und Kelag hatten die SHW vor 10 Jahren gegründet. Österreichweit wurden 220 Mio. € investiert. Laut Medienberichten lag die Fördersumme bei 50 Mio. €. In der Bilanz 2009 weist SWH einen Verlust von 20,5 Mio. € aus. Insgesamt soll der Schuldenstand bei 100 Mio. € liegen. Bei der Hypo Alpe Adria fuhren die Energieprojekte im ersten Halbjahr 2010 Abschreibungen von 79 Mio. € ein.