Sortierung nach dem Verwendungszweck
beinhaltet, daß die Beurteilung des Stammholzes nach Güteklassen vorgenommen wird, welche eine bestimmte Verwendung des Schnittholzes repräsentieren, z. B. hochwertiges Tischlerholz oder Bauholz.
Beurteilung der Stammoberfläche
beinhaltet, daß die Güteeigenschaften des Stammholzes anhand der Stammantel- und Endflächen beurteilt werden.
Objektive Messung von Güteeigenschaften
an der Stammoberfläche ermöglicht eine Automatisierung der Gütesortierung. Dieses führt zu einer gesteigerten Objektivität und bietet die Voraussetzung für ein effektiveres Messverfahren.
Anforderungen an Stammholz
Stammholz soll tauglich für den Sägeeinschnitt sein. Dementsprechend soll jeder Sägeblock
- von lebenden Bäumen aufgearbeitet sowie frei von Lagerfäule und Insektenschäden sein;
- in einer zulässigen Längen- und Durchmesserklasse ausgehalten worden sein;
- vollständig oder gemäß Vereinbarung entastet, frei von störenden Wurzelanläufen sowie gerade sein;
- frei von solchen Ästen und anderen Fehlern sein, welche eine Verwendung als Schnittholz nicht erlauben.
Volumenermittlung
Die Volumenermittlung von Stammholz kann sowohl als Einzelmessung oder als Poltervermessung erfolgen, wobei jeweils das Festvolumen bestimmt wird.
Volumenverringerung durch Herabstufung von Länge und Durchmesser
Das Stammholz soll nach einer Herabstufung die geringste zulässige Längen- und Durchmesserklasse nicht unterschreiten. Fehler, die zu einer Verkürzung der Stammholzlänge führen können, sind beispielswise Sprossenäste im Endbereich, Fäulnis, Überwallung, Risse sowie einfache und mehrfache Krümmungen. Eine Verkürzung soll ebenfalls bei unebener Querschnittsfläche durchgeführt werden. Eine Herabstufung des Durchmessers wird vorgenommen bei inneren Holzfehlern, wenn dadurch nur eine geringere Ausbeute im Vergleich zu fehlerlosen Holz erzielt werden könnte. Beispiele für solche Fehler sind offene Überwallungen sowie mehrfache Krümmungen. Fehler am Stammholz in Form von Kernrisse, Drehwuchs, Nasskern, sowie Bläue und Insektenschäden im Holz, dürfen nicht durch Verringerung des Volumes ausgeglichen werden.
Gütesortierung
Stammholz wird in Güteklassen eingeteilt; für die Baumart Kiefer in die Klassen 1, 2, 3, 4 und 5, sowie für die Baumart Fichte in die Klassen 1, 2, 3 und 4. Die festgestellte Güte bezieht sich auf den gesamten Sägeblock. Das Vorkommen von Ästen wird an derjenigen Stammhälfte beurteilt, an welcher das Astvorkommen innerhalb eines Bereiches von 1,5 m am häufigsten ist. Güteklassen dürfern zusammengefaßt oder ausgeschlossen werden. |